"Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so." - Epiktet


........nur so ein paar Worte, die ich dazu sagen möchte, weil es doch für einige Menschen schwierig ist damit umzugehen und sich einige sogar von einem abwenden.. sich nicht mehr melden aus Angst etwas falsches zu sagen.

 

Wenn man die Diagnose Krebs bekommt, beginnt ein Kampf ums Überleben. Es beginnt eine Zeit der Angst und Ungewissheit. Egal, was es für tolle Prognosen gibt- es ist Krebs und man weiß nie, was passieren wird. Bei mir war es so, dass ich nahezu sofort meine ganze Kraft gebündelt habe und positiv an die Sache rangegangen bin.

Ich habe sehr viel Halt bei meiner Familie gefunden . Sie haben mich unterstützt in allen Situationen und mich wissen lassen, dass sie für mich da sind -jeden Tag. Ohne meine Mutter, die immer bei mir war und sich rund um die Uhr um mich gekümmert hat, hätte ich nicht gewusst, wie ich es machen soll. Es geht dabei nicht nur ganz alleine um den seelischen Beistand, sondern auch um Dinge wie Haushalt, Papierkram wegen der Krankenkasse , Kochen, Zur Klinik fahren und abholen, laufen, zur Apotheke fahren, den Arzt anrufen-allgemein telefonieren. Das ist alleine nicht möglich. Ich konnte an den Therapietagen nie etwas anderes machen als schlafen, ein bisschen essen und aufs Klo gehen. Natürlich geht es einem nicht immer so schlecht. Ich hatte auch einige (nicht-Therapie)-Tage, wo ich richtig gut drauf war und auch einiges machen konnte.

Meine Familie war die ganze Zeit da und das Gefühl treibt einen an. Man möchte aber nicht immer hören- "das schaffst du und das wird schon". Nein, manchmal will man einfach nur, dass jemand zuhört und auch nachfragt oder sogar sagt: " Man ist das alles eine scheiße" . Das trifft bestimmt nicht auf jeden zu, aber mich hat das mehr getröstet als ein "das wird schon wieder". Eine starke Schulter ist sehr wichtig, denn man selber versucht stark zu sein, aber kann es nicht immer. Meine Mam und mein Bruder waren immer meine Felsen in der Brandung:) 

Der Beistand von Bekannten,Freunden und Arbeitskollegen hat mich immer total gefreut und aufgebaut. Das Schlimmste, was ich mir bei der Sache vorstellen kann, ist, dass man damit alleine ist. Ich kenne das nur ansatzweise- Obwohl ich natürlich ganz genau wusste, dass ich nicht alleine bin, habe ich mich trotzdem in manchen Situationen so gefühlt- das ist etwas ganz schreckliches.

Ich kann deswegen nur an alle appellieren, die Jemandem in dieser Situation irgendwie helfen wollen- seid da und seid wirklich da. Ab und zu eine SMS oder ein Anruf oder eine E-Mail sind schon richtige Kraftpakete-glaubt mir:)

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